Barbara Heuberger
Barbara HeuBberger
Barbara Heuberger, freie Journalistin
Meine Arbeiten und Themen finden Sie auf dieser Website:
Menschenrechte, Kinderrechte, Fluchtbewegungen, Gleichstellung, Diskriminierung
Asyl ist kein Gnadenakt - es ist ein Menschenrecht: Dossier Asylrecht
Strengeres Jugendstrafrecht: mehr Sicherheit und die Menschenrechte?
Das Schweizer Jugendstrafrecht hat sich historisch vom repressiven Strafrecht hin zu einem spezialisierten System entwickelt, das auf Erziehung und Integration ausgerichtet ist. Derzeit werden vermehrt Stimmen laut, die eine Verschärfung des Gesetzes fordern. Offen bleibt jedoch, ob dies die Sicherheit der Bevölkerung tatsächlich erhöht und mit den Menschenrechten vereinbar ist.
Dabei muss man wissen, dass in der Schweiz etwa 98 % der Jugendlichen nie straffällig werden. Lediglich rund 2 % geraten mit dem Strafgesetz in Konflikt. Obwohl die Jugendkriminalität seit 2015 tendenziell zugenommen hat und die Täter:innen teilweise jünger werden, bleibt sie insgesamt ein Randphänomen. Text
Verschärfungen: nicht zielführend
Bei vielen Menschen scheint das Gefühl vorzuherrschen, Jugendliche in der Schweiz würden zunehmend krimineller und gewalttätiger. Fakten widersprechen. Viele Fachleute sagen: Verschärfungen des Jugendstrafrechtes sind nicht zielführend. Eine gut ausgestattete Offene Jugendarbeit trägt dazu bei, dass Jugendliche nicht in radikale Strukturen abrutschen. An diesem Ansatz führt kein Weg vorbei.
«Bundesrat knickt ein vor Trump, Musk & Co.»
Social-Media-Algorithmen prägen unser Leben. Die EU hat längst ein Gesetz in Kraft gesetzt, das Online-Plattformen reguliert; damit will sie Nutzer*innen und Unternehmen schützen. Und wie steht es um die Plattform-Regulierung in der Schweiz? Der Bundesrat hat im April 2025 die geplante Regulierung, an der schon seit 2021 gearbeitet wird, auf unbestimmte Zeit verschoben. Artikel
Die Eidgenössische Migrationskommission veröffentlicht Untersuchungen zum Thema Kinder in Nothilfe im Asylbereich: Die Erkenntnisse sind besorgniserregend. Text
Ein afghanischer Vater versucht seinen minderjährigen Sohn vom Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zu sich zu holen. Erfolglos. Der Bund will, dass die griechischen Behörden das Kind vorab registrieren. Text
Die NKVF (Folterkommission) stellt fest, dass die Situation Verwahrter nur teilweise den Standards der Menschenrechte entspricht, weil die meisten Betroffenen im Normalvollzug untergebracht sind. Text
Nach vielen Jahren des Engagements für die gewaltfreie Erziehung, haben die Eidg. Räte im Herbst 2025 ein entsprechendes Gesetz im ZGB verabschiedet.
Art. 302 wird wie folgt ergänzt und am 1. Juli 2026 in Kraft gesetzt.
1 … Insbesondere haben sie (die Eltern) das Kind ohne Anwendung von Gewalt zu erziehen, namentlich ohne körperliche Bestrafungen und andere Formen erniedrigender Behandlung.
4 Die Kantone sorgen dafür, dass sich die Eltern und das Kind bei Schwierigkeiten in der Erziehung gemeinsam oder einzeln an Beratungsstellen wenden können.
Weitere Infos:
Verein GEWALTFREIE ERZIEHUNG
Eine Studie des Instituts Gfs Bern zeigt auf, dass Queerfeindlichkeit in der Schweiz zugenommen hat. Einerseits ist die Bevölkerung gegenüber Themen der LGBTIQA+-Community grundsätzlich offen, andererseits macht ein erheblicher Teil dieser Gemeinschaft regelmässig Erfahrungen mit Diskriminierung. mehr
«Die Kinderrepublik Dom Sierot im Waisenhaus in Warschau»
Die Uno-Konvention für die Rechte des Kindes feiert am 20. November ihren 30. Geburtstag. Sie geht auch zurück auf die Arbeiten des polnischen Arztes Janusz Korczak, der mit den Kindern seines Waisenhauses im KZ Treblinka ermordet wurde. Text